“einfach mal abschalten”

es muss so im oktober oder november vergangenen jahres gewesen sein, als mein altes handy endgültig seinen geist aufgegeben hat. daraufhin habe ich mir ein smartphone, besser gesagt ein blackberry gekauft. damals dachte ich noch, es wäre nicht schlecht ein smartphone zu besitzen. in den ersten wochen war ich sehr oft mit dem handy online. während der busfahrt, an der bushaltestelle, eigentlich fast überall. twitter habe ich auch genutzt, apps installiert und natürlich mails abgerufen. wie praktisch, wenn dauernd das rote lämpchen leuchtet und man weiß, man hat mails bekommen oder wenn ich informiert wurde, wenn neue tweets abgeschickt wurden. am anfang war das ganz großartig. doch etwa nach einem monat habe ich überlegt, “hey stop, brauchst du das überhaupt?”.

nein, ich brauche es nicht. mails können warten, tweets können warten, das internet kann warten. ich muss nicht überall online sein. mittlerweile habe ich alle apps wieder gelöscht – twitter, facebook etc. alles weg. ich bin mit dem smartphone nur noch online, wenn ich unterwegs bin und wissen will wann zug oder bus abfahren. das handy schleppe ich mittlerweile auch nicht mehr mit mir überall herum.

natürlich ist das nur meine subjektive meinung. mag sein, dass andere ohne ein smartphone nicht mehr auskommen, aber das bleibt jedem selbst überlassen und das ist ja auch ok so. ich ärgere mich jedenfalls, dass ich es überhaupt erst angeschafft habe.

das thema on/offline scheint aber auch die medien im sommerloch zu beschäftigen. der spiegel, wirtschaftswoche, nyt sowie der guardian haben darüber berichtet. und auch in blogs ist ein thema. irgendwas muss ja dran sein am offline-sein. das klingt fast so, als ob es ein mythos wäre. eigentlich ist es ja nicht besonders schwer, den stecker zu ziehen.

nur damit keine missverstände aufkommen: ich freue mich zwar, wenn mein handyvertrag ausläuft und bin kein social-media/smartphone fanboi, mag aber ansonsten das internet. ich bin selbst auch gerne online nur nicht länger als unbedingt nötig - das heißt wenn ich unterwegs bin möchte ich offline sein. und keine wertvolle zeit mit twitter-updates oder ähnlichem vergeuden.

und was hat peter lustig schon immer gesagt? - “einfach mal abschalten”. recht hat er.

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2 Responses to ““einfach mal abschalten””

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