back to the roots.
vor ein paar tagen erschien auf spiegel-online ein text von frank schirrmacher über die macht der informationstechnologien und wie sie uns beeinflussen:
Mir scheint, dass viele Leute gerade merken, welchen Preis wir zahlen. Buchstäblich. Ich bin unkonzentriert, vergesslich, und mein Hirn gibt jeder Ablenkung nach. Ich lebe ständig mit dem Gefühl, eine Information zu versäumen oder zu vergessen. Und das Schlimmste: Ich weiß noch nicht einmal, ob das, was ich weiß, wichtig ist oder das, was ich vergessen habe, unwichtig.
so geht es mir auch manchmal. mein kopf kommt auch nicht mehr mit. es ist zuviel. zuviele informationen. zuviele eindrücke, die in mein gehirn einfließen. und es wird jeden tag mehr. wie soll man das alles verarbeiten? ich habe nichts gegen das internet, ich beschäftige mich gern damit und finde es bieten sich schier unendliche möglichkeiten, die das leben erleichtern und bereichern - und trotzdem, es ist stressig. ich merke, dass ich es anstrengend finde längere texte zu lesen. ich bin leichter abgelenkt, weil echofon sich mit neuen tweets meldet oder rssfeeds auftauchen oder ein video zum artikel angeboten wird. komischerweise kann ich mich offline wunderbar konzentrieren, wenn ich längere texte lese. ich habe mit dem gedanken gespielt eine wochenzeitung, die ich seit ca acht jahren abonniert habe, abzubestellen. weil die texte ja eh im internet stehen. aber ich werde sie weiterhin abonnieren. aus dem einfachen grund, weil ich nicht auf die ruhe beim lesen verzichten will. die habe ich auch, wenn ich ein buch lese. da gibts keine tweets oder sonstiges womit man sich ablenken kann. man liest einfach nur und genießt die ruhe.
ruhe, die mir das internet (noch?) nicht bietet.









