Jul 28 2010

atome spalten

es schleicht sich still und leise an. erst sind nur ein paar symptome zu erkennen, wie zweifel oder misstrauen – die wahrheit ist meist darunter irgendwo begraben. dann greift es wie eine epidemie um sich und infiziert jeden, der es nicht abschütteln kann. es hat sich seit jahrtausenden in menschlichen gedanken eingenistet und will einfach nicht verschwinden.

das vorurteil.

es gibt tausende beispiele: alle studenten/abiturenten sich klug/schlau, bild-zeitungsleser sind dumm, brillenträger sind schlau (im pol pot und mao regime wurden brillenträger verfolgt und abgeschlachtet, da sie als intelligent und somit als regimekritisch galten), kulturliebhaber sind elitär und arrogant, fußballfans sind proleten (wobei hier dem begriff  “prolet” eine andere bedeutung zugemessen wird und nichts mehr gemein hat mit dem ursprünglichen begriff), metalfans sind tumb etc.

jeder hat vorurteile. das muss im ersten moment nicht unbedingt negativ sein. ohne vorurteile hätte  beispielsweise die aufklärung nie stattfinden können. vorurteile können auch schützen (nachts nie durch den park gehen etc.). ich bin auch nicht vor vorurteilen gefeit. vor ein paar wochen bin ich gestürzt und konnte nicht mehr aufstehen. es sind keine zwei sekunden vergangen, da fragten schon die ersten menschen ob sie einen arzt holen sollen und jemand holte gleich eis zum kühlen von einer eisdiele. ich habe mich maßlos über mich geärgert, denn zuvor dachte ich, niemand würde mir helfen und klischeehafterweise ignorant vorbeilaufen. wie konnte ich sowas nur denken? mein vorurteil hat sich binnen weniger sekunden in luft aufgelöst, was übrigens ein wunderbares gefühl ist.

von albert einstein stammt das zitat, dass ein vorurteil schwerer zu spalten sei, als ein atom. da mag er durchaus recht haben. viele sind in ihrer meinung so festgefahren, sie ist so absolut, dass niemand sie vom gegenteil überzeugen kann. warum eigentlich? vielleicht weil es so einfacher ist. wir menschen denken ja gerne in kategorien und schubladen. wie schwerer ist es da, über sein urteil noch einmal nachzudenken, die gedanken zu richten und eventuell sein urteil zu revidieren. immanuel kant unterschied zwischen vorurteil und vorläufigen urteilen. letzeres sei vorläufig und noch nicht endgültig, während das vorurteil ein vorläufiges urteil sei, dass als ein endgültiges urteil angesehen wird.

“So lange also die Eitelkeit der menschlichen Gemüter noch mächtig sein wird, so lange wird sich das Vorurteil auch erhalten, d.i. es wird niemals aufhören.”

man kann vorurteile habe, aber man sollte über sein urteil reflektieren, seine in stein gemeißelte meinung oder sein urteil überdenken und so das vorurteil überwinden. das ist mit mühe oder arbeit verbunden, aber es lohnt sich immer.

am schluss noch eine buchempfehlung zum thema:

“achtung! vorurteile” vom großartigen peter ustinov


Jun 21 2010

meditation.

lange nichts mehr geschrieben. dafür viel gelesen, das wetter genossen (wenn es denn mal schön war) und viele nette und liebe menschen kennengelernt. schon komisch, dass die meisten von ihnen mit social-media und andere medienhypes nicht viel zu tun haben. facebook ist noch ok, aber sonst? twitter? foursquare? apple? ipad? iphone? blackberry? fehlanzeige. und das ist wunderbar und verdammt erfrischend! mir persönlich geht das ipad und mittlerweile apple ziemlich auf die nerven, aber das ist eine andere geschichte.

anyway. lesen. das könnte bald zum problem werden, denn ich kaufe mir fast jeden tag neue bücher. in der buchhandlung kennt man mich mittlerweile mit dem namen, was mir schon etwas peinlich ist. in letzter zeit habe ich zum beispiel sartre, camus, dostojewski und capote gelesen. das sind alles wunderbare schriftsteller, die alle wundervolle bücher geschrieben haben. ich wünschte, ich hätte bücher von dostojewski schon früher gelesen. schuld und sühne beispielsweise. wie dostojewski das psychogramm eines mörders zeichnet, ist schon unglaublich beeindruckend. wunderbar ist auch, wie er die charaktere und deren von bitterer armut gezeichneten umgebung beschreibt. das ist weltklasse. das muss man nicht unbedingt gelesen haben, aber man kann es. und wenn man es tut, bekommt man gänsehaut und möchte für lange zeit nichts anderes lesen. überhaupt die russische literaur. viel zu lange habe ich sie vernachlässigt. gogol, tolstoi, puschkin. das wird alles nachgeholt. ich weiß auch nicht, warum ich in letzter zeit so ein bedürfnis habe zu lesen. ich habe eigentlich gar keine zeit dafür. meistens lese ich im bus oder tram und ärgere mich, dass ich nicht genügend zeit habe. oder im park. ich könnte stundenlang im park herumliegen und lesen. lesen ist wie meditation. eine lange reise durch das kopfkino.

eine frage, die mich schon länger beschäftigt ist warum ist es eigentlich ok, zu erzählen, welchen film man gerade gesehen hat oder welche musik man gerade gehört hat. aber es grenzt schon an ein no-go zu erzählen, welches buch man gerade gelesen hat und warum man es weiterempfiehlt. liegt es am image vom buch, das nunmal ein älteres medium ist als film oder musik? warum ist das so? wenn person x erzählt, sie hätte den faust gelesen und fand die erzählung gut, dann wird sie doch garantiert schief angeguckt. kann sein, dass ich mich täusche, aber ich befürchte nicht. muss man sich schämen, weil man lieber zu goethe als zu tommy jaud oder cecila ahern greift? man gilt ja schnell als arrogant und überheblich, wenn man über bücher spricht oder schreibt. aber was soll das? ist es weil man sich bei bücher mehr “anstrengen” muss, sich nicht zurücklehnen kann, sondern den kopf einschalten muss? oder woher kommen diese vorbehalte? ich weiß es nicht. ich finde es jedenfalls ziemlich dämlich. für mich haben die drei medien buch, film und musik den gleichen stellenwert. das eine medium je nach laune mal einen höheren als die anderen.

ps: wer sich fürs lesen begeistert, dem empfehle ich, “ich habe einen traum” von ozzy osbourne zu lesen. es ist sehr berührend.


Mai 13 2010

die verwandlung

vor nicht allzulanger zeit führte ich mit jemanden ein längeres gespräch. je länger es dauerte, desto schlimmer wurde es. die zeit verging unglaublich langsam, die sekunden wurden zu minuten und die minuten zu stunden. irgendwann wurde mir schlecht, denn ich bemerkte wie unglaublich häßlich diese person ist. nicht äußerlich, aber innerlich. so häßlich, dass es wehtut. so häßlich wie ein stinkender müllberg. die erkenntnis war ein schock. ich kannte sowas noch nicht. ich unterhalte mich sehr gerne. mit manchen menschen sogar die ganze nacht durch. über alles. ich höre sehr gerne zu, ich mag es zu erfahren wie jemand tickt, was jemanden interessiert und was nicht, ich mag es die gedanken zu entschlüsseln, und einen gedankenaustausch zu haben. aber wie soll sowas funktionieren, wenn die person so häßlich von innen ist? wenn sie extrem egozentrisch, absolut selbstverliebt, oberflächlich und ignorant ist? am anfang des gesprächs hatte die person noch eine interessante aura, die sich aber je länger das gespräch dauerte, in luft auflöste. als hätte jemand das licht ausgeschaltet und ein fürchterliches biest ist zum vorschein gekommen, oder wie dr. jekyll und mr. hyde. es war gruselig. irgendwann war der punkt erreicht, wo ich gehen musste.

irgendwie ist das seltsam. viele menschen kümmern sich um ihr äußeres. dabei ist das nur eine hülle und vergessen ihr inneres. auf der müllkippe oder so.


Mai 2 2010

ich weiß, dass ich nichts weiß

vor ein paar tagen habe ich im bus ein gespräch aufgeschnappt. zwei studentinnen waren der meinung, dass das abitur ein indiz für intelligenz wäre. ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. noten, abschlüsse, titel etc. sagen nichts über die intelligenz eines menschen aus. abitur oder studium ist angelesenes wissen (mehr oder weniger auswendig gelerntes wissen). was soll das über die intelligenz aussagen? intelligent ist für mich jemand, der warmherzig und gütig ist, sein wissen gerne weitergibt und teilt und ständig dazu lernt und sein wissen erweitert (und nicht angelesenes wissen als sein eigenes wissen ausgibt).

eines der interessantesten und intelligentesten gespräche hatte ich in edinbugh mit einem bagpiper in einem hostel geführt. es ging um philopsophie, kunst, geschichte und die heutige gesellschaft. für ein studium hatte er zu wenig geld und “normale” jobs ödeten ihn an. also spielte er auf der bagpipe (ziemlich gut sogar).

mich beeindrucken studiumabschlüsse oder titel nicht besonders. es gibt unintelligente doktoren oder physiker, wie es unintelligente haupt- oder realschüler gibt. es kommt auf den menschen dahinter an.


Apr 22 2010

berlin vs. münchen

eine frage, die ich mir schon seit längerer zeit stelle, ist folgende: warum mögen berlinliebhaber münchen nicht und münchenfans berlin nicht? denn egal mit wem ich darüber gesprochen habe, jeder mochte die eine stadt nicht, wenn er die andere mochte. warum ist das nur so? gegensätze sollen sich ja angeblich anziehen. ying und yang und so. hier das schmuddelkind berlin, dort das glamoröse münchen. sollte doch eigentlich bestens passen. natürlich werden bei den gesprächen wieder sämtliche vorurteile ausgepackt, die es über berlin und münchen so gibt. die da wären über berlin: styler, noch mehr styler, wichtigtuer, die im café sankt oberholz am rosenthaler platz in ihren macbook pro (oder bald ipad) starren und an ihrem latte macchiato schlürfen. oder aber arbeitslose assis, die die stadtparks bevölkern und nervige neureiche muttis (trophy wives) samt anhang im prenzlauer berg. und über münchen: snobs, styler, schicki-micki, überteuert, oberflächlich und arrogant (nicht die stadt, sondern ihre einwohner).

ich muss gestehen, ich mag münchen nicht besonders. ich weiß nicht woher das kommt, denn ich habe dort nie für eine längere zeit gelebt. münchen ist perfekt für einen urlaub, aber dort leben? nein danke! wie gesagt, die genauen gründe kenne ich nicht. vielleicht muss ich die vorurteilskiste aus dem keller hervorkramen: die stadt wirkt auf mich wie eine sterile filmkulisse (und nichts ist tödlicher für eine stadt, wie eine filmkulisse zu wirken). alles so sauber und ordentlich (jaa, es gibt sicher auch dreckige ecken in münchen, die hab ich aber leider nicht gesehen).  für mich muss eine stadt, wie eine stadt sein – also auch dreckig. ein weiterer punkt ist, dass ich dieses mia-san-mia lebensgefühl nicht mag. das ist aber eher ein bayrisches, als ein münchnerisches problem, da es innovationsfeindlich wirkt. unsympathisch wirken auch die vielen kameras in münchen, die wohl jeden schritt beobachten.

wenn ich münchen nicht besonders mag, muss ich folgerichtig eine berlinliebhaberin sein. richtig! ich bin quasi halbberlinerin (meine mom ist in ostberlin geboren) und habe das preußische daher schon in den genen. das kann also gar nichts mit münchen und mir werden! ich mag das chaotische, verquerte, wilde durcheinander, unperfekte an berlin.  berlin ist häßlich. berlin ist wunderschön. diese gegensätze machen für mich diese stadt wahnsinnig interessant. natürlich nervt berlin auch unglaublich. die hypes beispielsweise, die digitale boheme, die sich dort angeblich niedergelassen haben soll, und die prenzlauer-berg-mamis. aber die sagen auch prenzelberg. klingt fast wie breznberg. ach ja, und wer genug von berlin hat, sollte mal nach friedrichshagen gehen. ein wunderschönes dorf direkt am wunderschönen müggelsee. wenn ich mal alt und weise bin (also im rentenalter), ist berlin-friedrichshagen definitv the place to be!

ich finde diese endlosen diskussionen, welche stadt denn jetzt besser ist, sehr lustig. und vor allem so sinnlos.

apropos (extrem) sinnlos, hier eine pro/contra liste

// berlin

kultur ++++++
preise +++++
park ++++
natur +++
see ++++++

// münchen

kultur +++++ (einen punkt abzug gibts, weil münchen keine museumsinsel, kein martin-gropiusbau und kein c/o berlin hat)
preise ++++++ (kann noch beliebig erweitert werden)
park ++++++ (gegen den englischen garten verliert berlin leider)
natur ++++++
see +++++ (einen punkt abzug gibts, weil es in münchen keinen müggelsee gibt)

man erkennt jetzt anhand der liste keine großen unterschiede zwischen münchen und berlin. aber es kommt ja immer auf die details an. und wie gesagt, ich kann es rational nicht erklären warum ich münchen nicht mag. ist eher so ein bauchgefühl. und vielleicht von wegen preußin und so…


Apr 8 2010

jammertal

heute beim yoga wurden wir gefragt, für was wir dankbar wären. also nicht gesprächskreismäßig, sondern das sollte jeder für sich selbst beantworten. es könne auch ruhig etwas kleines sein, meinte die lehrerin. für mich persönlich gibt es nichts dankbareres, als am leben zu sein. es gibt nichts schöneres.

in der mittagspause saß ich neben in der tram neben einem älterern mann, dessen  ganzer körper durch einen unfall entstellt war. er hat beim einstieg die fahrgäste gefragt, ob sie ihm beim ausstieg helfen könnten, da er nicht gut aufstehen und laufen könne.

hat natürlich jeder weggeguckt. hatte natürlich niemand zeit. eine meinte, sie würde ja gerne, aber müsste dringend ihre s-bahn am bahnhof erwischen. dabei wären das nur zehn,  maximal dreißig gottverdammte sekunden gewesen. ich habe ihm geholfen, habe ihm auch die krankenhausschuhe fester zugeschnürt, damit er nicht stürzt. ich habe das nicht gemacht, weil ich mich besonders hervortun will (ala ich vs. den rest) sondern weil es für mich selbstverständlich ist.

in der tram haben viele auch gejammert. wir jammern alle gern (ich schließe mich da mit ein) scheiß staat, scheiß steuern, scheiß wetter, scheiß politiker, scheiß nachbar, scheiß bus, scheiß dies, scheiß das. warum eigentlich? geht es uns schlecht? natürlich nicht. jammern ist purer luxus. ich wohne in einer gegend, in der drei supermärkte um die ecke sind, gefühlte hundert apotheken in einem umkreis von 500 metern, sogar ein weinladen befindet sich schräg gegenüber der wohnung (was durchaus seine vorteile hat). dazu kommen noch dutzende kneipen, cafés, bars. und trotzdem. es findet sich immer noch jemand, der jammert. garantiert. zwar läuft vieles nicht rund in diesem land, aber uns geht es gut. schon ein dach über dem kopf ist luxus, saubere straßen, sauberes trinkwasser sind luxus. natürlich interessiert es jemanden, der an der untersten armutsgrenze lebt, nicht wie sich slumbewohner in mumbai über sauberes trinkwasser oder ein dach über dem kopf freuen würden. verstehe ich. würde mich auch nicht interessieren.

und doch. uns geht es verdammt nochmal gut. warum freuen wir uns dann nicht darüber? (wahrscheinlich weil wir uns im permanenten wettkampf, der uns umgibt selbst im weg stehen) jammern wir doch einfach mal weniger. oder führen eine jammerfreie woche ein. jammern ist nur reine zeit- und energieverschwendung. stattdessen mal freuen und in der tram lachen.


Mär 3 2010

night stroll

ich fand die zukunft schon immer spannender als die vergangenheit. deshalb mag ich science-fiction auch so sehr. vergangenheit ist schon passiert, da kann man nichts mehr ändern. die zukunft, jedoch ist noch vollkommen offen und kann jederzeit verändert werden. und das ist eine wahnsinnig spannende sache. aber zurück zur science-fiction. die ist auch am spannendsten (oder am schrecklichsten), wenn sie irgendwann realität wird. im falle von orwell oder huxley.

spannend ist auch, was sich ray bradbury 1951 in seiner kurzgeschichte the pedestrian ausgedacht hat. in einer welt, in der “normale” bürger die ganze zeit vor dem fernseher sitzen und ihr haus nur morgens verlassen, macht ein anderer bürger seit langer zeit nachtspaziergänge. er ist verdächtig und wird von der polizei in die psychiatrische anstalt zwangs eingewiesen.

soweit sind wir hier gottseidank noch nicht. aber wann endet die zukunft und wann fängt die realität an?


Feb 27 2010

feed me, feed me, feed me!

das scheint ein kleiner roboter oder sowas in der art meinem gehirn zu sagen. denn ich brauche ständig neuen input. das hat nichts damit zu tun, dass ich mich mit nichts zufrieden gebe. ganz im gegenteil. ich habe auch kein ads oder sonstige psychischen krankheiten. abgesehen von chronischer verpeiltheit und chronischem chaotischsein bin ich kerngesund. mir wird nur schnell langweilig. ich könnte nie ständig musik von einer band oder eines genre hören. das wäre mir viel zu langweilig. genauso ist es mit filmen oder büchern. ich kann mich nicht auf eines beschränken. ich will alles. ich brauche alles. vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich viele interessen habe. ich interessiere mich für jeden scheiß. ich fühle mich manchmal, als ob ich ein vampir oder oder wie ein junkie, der einmal angefixt, nie wieder von dem zeug los kommt. ständig muss ich was aufsaugen. informationen, musik, filme, bücher, themengebiete von a-z, einfach jeden scheiß. das soll jetzt kein pseudo-selbstmitleiderregender und selbstdarstellender eintrag ala “ichbinsotollweilichvieleinteressenhabe” sein. mich stört das sehr. aber was kann man dagegen tun? das gehirn lässt sich ja nicht abschalten und irgendwas im körper schreit immer nach etwas neuem, interessanten. ich frage mich, woher das nur kommt.

wie kommen interessen zu stande? wieso interessiert sich der eine für briefmarken sammeln und der andere für pferdewetten? oder der eine für so gut wie alles und der andere fast nichts? wer oder was ist für interessen verantwortlich – das umfeld? der charakter? gene? entwicklung? zufall? interessen haben ja auch etwas mit dem persönlichen geschmack und der persönlichkeit zu tun. und wie der geschmack zustande kommt oder wieso jemand diesen oder jenen geschmack hat, sind andere, aber ähnlich fragen. damit wären wir auch bei der psychologie und soziologie gelandet, die übrigens auch wahnsinnig interessant sind…


Feb 16 2010

push the button.

man muss nur oft genug arschfickenfotzescheißekotze oftgenug in einemsatzschreiben undsämtlichedrogendieesgibtaufzählen und schon wird man reich und berühmt.

aber ist das *heute* noch eine provokation? oder eher sterbenslangweilig?

war nur mal so ein gedanke.


Feb 11 2010

copycat.

helene hegemann hat gesagt, es gäbe keine originalität mehr, nur noch echtheit. das stimmt so nicht. natürlich gibt es originalität, aber echtheit? was ist heute noch echt? also echt echt. nicht unnatürliches echt.

genauso könnte man sagen, es gibt originalität, aber keine individualität mehr. wir sind eine kopie einer kopie einer kopie.

you are not special.
you are not a beautiful or unique snowflake.
you’re the same decaying organic matter as everything else.

sagte schon tyler durden. und der hat ja immer recht. meistens jedenfalls.

selbst wenn man nicht individuell ist oder es aus protest nicht sein will, ist man nicht einzigartig. denn davon gibts ja auch wieder tausende.
man kann sich also anstrengen wie man will. individualität gibt es nicht. ein teufelskreislauf.

bitter. but true.