Aug 30 2010

the 90’s weren’t so bad after all (1)

pearl jam // leash

seit ein paar wochen höre ich die alten platten von pearl jam rauf und runter - darunter leash, was schon seit immer eines meiner absoluten lieblingssongs war. rückblickend waren die neunziger jahre nicht soo schlecht, wie ich immer gedacht habe. sie waren auch nicht ganz so langweilig wie die nuller jahre (vor allen aus musikalischer sicht; mit ausnahme von eurodance – das fand ich damals schon extrem langweilig).


Aug 9 2010

playtime

growing up with an older brother has immense advantages (and slightly disadvantages). one of the advantages was growing up with computer games he played back then. so, though i’m not familiar with the game industry or intense background information, nor am i an usual gamer, i know some excellent games. my favourites are till now laura bow - the dagger of amon ra (laura bow was a journalist who’s solving murder mysteries), mcgee’s alice (it’s creepy, dark and weird and i love it) and beyond good & evil (it’s unbelivable how great this underrated game is!). i play games very rarely, but thanks to him i discovered machinarium – a real gem. this wonderful and sad game shows that level designs doesn’t need necessarily to be elaborate. sometimes beautiful simplicity and a splendid score will do it.


Aug 1 2010

generation thing

generation x // douglas coupland

kommt selten vor, aber es kommt vor: die wiederentdeckung eines autors. in diesem fall douglas coupland. in den neunziger jahren war er unfreiwilligerweise sprachrohr einer ganzen generation. irgendwann habe ich aufgehört die bücher zu lesen und jetzt habe ich sie glücklicherweise wiederentdeckt.

“generation x” ist immer noch ein sehr gutes buch. es geht um thirty-somethings, die gut ausgebildet sind, wenig verdienen, nicht so recht wissen wohin es im leben gehen soll, die desillusioniert sind und keine lust auf konsum haben:

“Lessness: A philosophy wherby one reconsiles oneself with diminishing expectations of material wealth:  ‘I’ve given up wanting to make a killing  or be a bigshot. I just want to find happiness and maybe open up a little roadside cafe in Idaho.’”

“Less is a possibility”

“Could the situation be that we no longer believe in that particular place? Or maybe we were all promised heaven in our lifetime , and what we ended  up with can’t  help but suffer in comparison.”

“Why work? Simply to buy more stuff? That’s just not enough. ”

“McJob: Low Pay, low prestige, low benefits, low future”

“Our parents had more”

“I’m not a target market”

“After you’re dead and buried and floating around whatever place we go to, what’s going to be your best memory of earth? What one moment for you defines what it’s like to be alive on this planet. What’s your takeaway? Fake yuppie experiences that you had to spend money on, like white water rafting or elephant rides in Thailand don’t count. I want to hear some small moment from your life that proves you’re really alive.”

nach all den jahren ist es lustig “generation x” wieder zu lesen. es hat sich seit erscheinen des buches wahnsinnig viel verändert. internet, technologien und co. mal außen vor gelassen. aber auch gesellschaftliches. früher haben sich scheinbar mehr menschen an konsum und werbung gestört als heute, was ich schade finde. heute wird man einfach fan von marke xy bei facebook oder checkt in foursquare bei shop xy ein (blödes beispiel, aber mir fiel im moment nichts besseres ein). aber zeiten ändern sich ja.

ein anderes buch, was ich von coupland wieder entdeckt habe, ist “life after god”. darin geht es um sinnsuche, liebe, leben, ängste und die ewige frage “was kommt jetzt?”. mir hat “life after god” besser gefallen, als “generation x”, weil es persönlicher geschrieben ist und eine art ratgeber ist.

“when you’re young, you always feel that life hasn’t begun yet - that “life” is always scheduled to begin next week, next month, next  year, after the holidays  - whenever.  but then suddenly you’re old and the scheduled life didn’t arrive. you find yourself asking, “well then, exactly what was it  i was  having - that interlude - the scrambly  madness - all the time  i had before?”

“the radio stations all seemed to be talking about jesus nonstop, and it seemed to be this crazy orgy of projection, with everyone  projecting onto jesus the antidotes to the things that had gone wrong in their own lives. he is love. he is forgiveness. he is compassion. he is a wise career decision. he is a child who loves me.”

“we are changed souls; we don’t look at things the same way anymore. For there was a time when we expected the worst. But then the worst happened, did it not? And so we will never be surprised again.”

weitere empfehlenswerte bücher von coupland sind microserfs, shampoo planet, jpod, girlfriend in a coma und hey nostradamus!.


Jul 22 2010

off.

da ich so weit wie möglich weg will und außerdem einen kulturschock erleben möchte, fliege ich im oktober nach japan. die grobe reise sieht so aus:


Größere Kartenansicht

ein absolutes muss sind kyoto, kamakura, hiroshima, nikko, miyajima, fujisan und tokio. alles andere ist optional.


Jul 14 2010

bulletproof.

seit tagen warte ich auf richtiges laufwetter. entweder war es zu heiß oder zu schwül. heute hat es geregnet, was perfektes laufwetter ist. auch perfekt, um die neuen laufschuhe einzulaufen. zum joggen brauche ich auch ab und zu musik. perfekt hierfür ist bulletproof von morcheeba. ich liebe es, wie der bass und das schlagzeug förmlich explodieren und weiter antreiben. immer weiter.


Jun 21 2010

meditation.

lange nichts mehr geschrieben. dafür viel gelesen, das wetter genossen (wenn es denn mal schön war) und viele nette und liebe menschen kennengelernt. schon komisch, dass die meisten von ihnen mit social-media und andere medienhypes nicht viel zu tun haben. facebook ist noch ok, aber sonst? twitter? foursquare? apple? ipad? iphone? blackberry? fehlanzeige. und das ist wunderbar und verdammt erfrischend! mir persönlich geht das ipad und mittlerweile apple ziemlich auf die nerven, aber das ist eine andere geschichte.

anyway. lesen. das könnte bald zum problem werden, denn ich kaufe mir fast jeden tag neue bücher. in der buchhandlung kennt man mich mittlerweile mit dem namen, was mir schon etwas peinlich ist. in letzter zeit habe ich zum beispiel sartre, camus, dostojewski und capote gelesen. das sind alles wunderbare schriftsteller, die alle wundervolle bücher geschrieben haben. ich wünschte, ich hätte bücher von dostojewski schon früher gelesen. schuld und sühne beispielsweise. wie dostojewski das psychogramm eines mörders zeichnet, ist schon unglaublich beeindruckend. wunderbar ist auch, wie er die charaktere und deren von bitterer armut gezeichneten umgebung beschreibt. das ist weltklasse. das muss man nicht unbedingt gelesen haben, aber man kann es. und wenn man es tut, bekommt man gänsehaut und möchte für lange zeit nichts anderes lesen. überhaupt die russische literaur. viel zu lange habe ich sie vernachlässigt. gogol, tolstoi, puschkin. das wird alles nachgeholt. ich weiß auch nicht, warum ich in letzter zeit so ein bedürfnis habe zu lesen. ich habe eigentlich gar keine zeit dafür. meistens lese ich im bus oder tram und ärgere mich, dass ich nicht genügend zeit habe. oder im park. ich könnte stundenlang im park herumliegen und lesen. lesen ist wie meditation. eine lange reise durch das kopfkino.

eine frage, die mich schon länger beschäftigt ist warum ist es eigentlich ok, zu erzählen, welchen film man gerade gesehen hat oder welche musik man gerade gehört hat. aber es grenzt schon an ein no-go zu erzählen, welches buch man gerade gelesen hat und warum man es weiterempfiehlt. liegt es am image vom buch, das nunmal ein älteres medium ist als film oder musik? warum ist das so? wenn person x erzählt, sie hätte den faust gelesen und fand die erzählung gut, dann wird sie doch garantiert schief angeguckt. kann sein, dass ich mich täusche, aber ich befürchte nicht. muss man sich schämen, weil man lieber zu goethe als zu tommy jaud oder cecila ahern greift? man gilt ja schnell als arrogant und überheblich, wenn man über bücher spricht oder schreibt. aber was soll das? ist es weil man sich bei bücher mehr “anstrengen” muss, sich nicht zurücklehnen kann, sondern den kopf einschalten muss? oder woher kommen diese vorbehalte? ich weiß es nicht. ich finde es jedenfalls ziemlich dämlich. für mich haben die drei medien buch, film und musik den gleichen stellenwert. das eine medium je nach laune mal einen höheren als die anderen.

ps: wer sich fürs lesen begeistert, dem empfehle ich, “ich habe einen traum” von ozzy osbourne zu lesen. es ist sehr berührend.


Jun 13 2010

history repeats itself

Und was hat die Zivilisation in uns besänftigt? Die Zivilisation bringt im Menschen nur Differenziertheit der Empfindungen hervor und … nichts weiter. Aber gerade durch die Pflege dieser Differenziertheit wird der Mensch womöglich noch so weit gehen, dass er auch im Blutvergießen einen Genuß finden wird. So etwas ist bei ihm schon vorgekommen. Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass die schlimmsten Blutvergießer fast ausnahmslos höchst zivilisierte Herrschaften waren, denen all diese Attilas und Stenka Rasins nicht das Wasser reichen konnten? (…) Jedenfalls wurde der Mensch durch die Zivilisation, wo nicht noch blutrünstiger, so doch gewiß blutrünstig auf üblere, gemeinere Art. Früher hielt er das Blutvergießen für Gerechtigkeit und vertilgte mit ruhigem Gewissen, wen er zu vertilgen hatte; jetzt aber halten wir das Blutvergießen zwar für eine Gerechtigkeit, können aber von dieser Gemeinheit nicht lassen und treiben es ärger denn je. Was ist schlimmer? – Entscheiden Sie selbst. Man erzählt, Kleopatra (…) habe besonders gern mit goldenen Nadeln in die Brüste ihrer Sklavinnen gestochen und sich an ihren Schreien und Krämpfen ergötzt. Sie werden einwenden, dass dies in einem relativ barbarischen Zeitalter gewesen sei, dass wir auch jetzt noch in einem barbarischen Zeitalter leben, denn (wiederum relativ gemeint) auch jetzt steche man noch mit Nadeln, und dass der Mensch auch jetzt noch, obwohl er schon gelernt habe, zuweilen klarer zu erkennen als in barbarischen Zeiten, bei weitem nicht gewöhnt sei, so zu handeln, wie ihm Vernunft und Wissenschaft gebieten.

Fjodor Dostojewski – Aufzeichnungen aus demKellerloch (Fischer Taschenbuch Verlag,  ISBN 978-3-596-90102-9), erschienen in der Zeitschrift Epocha (1864)


Mär 27 2010

lesenlesenlesen

in meinem regal stapeln sich die bücher. die meisten habe ich gelesen. der stapel der ungelesenen wird allerdings nicht kleiner. ich würde sie gerne alle lesen. am liebsten auf einmal. aber ich habe dafür keine zeit. damit ist jetzt schluss. ich werde mir dafür zeit nehmen, auch wenn es eine weile dauern sollte (gefühlte hundert jahre). (das problem ist nur, dass ständig neue hinzukommen…)

bücher, die darauf warten gelesen zu werden:

_truman capote // answered prayers

_truman capote // in cold blood

_chuck palahniuk // rant

_richard yates // disturbing the peace

_richard yates // a good school

_richard yates // liars in love

_franz kafka // brief an den vater

_franz kafka // der verschollene  (amerika)

_lawrence ferlinghetti // pictures of the gone world

_albert camus // die pest

_john fante // ask the dust

_ryu murakami // 69

_kurt vonnegut // cat’s cradle

_jean-paul sartre // geschlossene gesellschaft

_tom wolfe // i am charlotte simmons

und dann noch ein paar geschichtsbücher und bücher über japan und kanji.

edit – ganz vergessen:

_j. d. salinger // raise high the roof beam, carpenters and seymour: an introduction

_jean-paul sartre // das sein und das nichts

_philip k. dick // do androids dream of electric sheep?

_nikolai gogol // die toten seelen


Mär 4 2010

zombie mayhem

It is a truth universally acknowledged that a zombie in possession of brains must be in want of more brains

ich fand die romane von jane austen immer etwas langweilig, aber auch etwas lustig - also ganz ok. nichts besonderes. vor ein paar tagen bin ich auf pride and predjudice and zombies aufmerksam geworden und habe es prompt gekauft. das buch erzählt die austen geschichte weiter, in dem ein paar zombies auftauchen und für angst und schrecken sorgen. das ganze ist so unglaublich lustig, eben weil zombies und jane austen auf den ersten blick nicht zusammenpassen. aber sie tun es erstaunlich gut. sogar so gut, dass man sich fragt, wieso jane austen nicht selbst darauf gekommen ist. der autor von der zombie-variante, seth grahame-smith klaut aber nicht einfach, sondern erzählt die geschichte einfach weiter - und nennt austen auch als autorin seines buches.

demnächst erscheint von ihm ein anderes buch. wahrscheinlich ist ebenfalls so schlecht, dass es wieder verdammt gut ist:

abraham lincoln: vampire hunter

übrigens werden beide bücher verfilmt (wen wunderts?). tim burton will sogar abraham lincoln: vampire hunter produzieren und natalie portman soll die titelfigur in pride and predjudice and zombies spielen.


Mär 3 2010

night stroll

ich fand die zukunft schon immer spannender als die vergangenheit. deshalb mag ich science-fiction auch so sehr. vergangenheit ist schon passiert, da kann man nichts mehr ändern. die zukunft, jedoch ist noch vollkommen offen und kann jederzeit verändert werden. und das ist eine wahnsinnig spannende sache. aber zurück zur science-fiction. die ist auch am spannendsten (oder am schrecklichsten), wenn sie irgendwann realität wird. im falle von orwell oder huxley.

spannend ist auch, was sich ray bradbury 1951 in seiner kurzgeschichte the pedestrian ausgedacht hat. in einer welt, in der “normale” bürger die ganze zeit vor dem fernseher sitzen und ihr haus nur morgens verlassen, macht ein anderer bürger seit langer zeit nachtspaziergänge. er ist verdächtig und wird von der polizei in die psychiatrische anstalt zwangs eingewiesen.

soweit sind wir hier gottseidank noch nicht. aber wann endet die zukunft und wann fängt die realität an?