Aug 30 2010

the 90’s weren’t so bad after all (1)

pearl jam // leash

seit ein paar wochen höre ich die alten platten von pearl jam rauf und runter - darunter leash, was schon seit immer eines meiner absoluten lieblingssongs war. rückblickend waren die neunziger jahre nicht soo schlecht, wie ich immer gedacht habe. sie waren auch nicht ganz so langweilig wie die nuller jahre (vor allen aus musikalischer sicht; mit ausnahme von eurodance – das fand ich damals schon extrem langweilig).


Aug 21 2010

.

sometimes i’m wonderin, when i’ve missed the point in time, when it all became so boring, hypocritical, phony and shallow. it’s all ego, it’s all blahblahblah, it’s all about a theatre with attention-seekers with no real audience, but a prompter (who’s forgotten the text).

just thinking.


Aug 14 2010

zweite heimat

heimat ist ja ein relativ dehnbarer begriff. ort, an dem man sich sehr wohlfühlt ist vielleicht passender. die wg ist far from being perfect (die wohnung, nicht ihre bewohner), aber ich mag’s trotzdem. die bilder sind es übrigens auch. ich hatte seit einer ewigkeit keine kamera mehr in der hand. es wird zeit, dass zu ändern.

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Aug 9 2010

playtime

growing up with an older brother has immense advantages (and slightly disadvantages). one of the advantages was growing up with computer games he played back then. so, though i’m not familiar with the game industry or intense background information, nor am i an usual gamer, i know some excellent games. my favourites are till now laura bow - the dagger of amon ra (laura bow was a journalist who’s solving murder mysteries), mcgee’s alice (it’s creepy, dark and weird and i love it) and beyond good & evil (it’s unbelivable how great this underrated game is!). i play games very rarely, but thanks to him i discovered machinarium – a real gem. this wonderful and sad game shows that level designs doesn’t need necessarily to be elaborate. sometimes beautiful simplicity and a splendid score will do it.


Aug 1 2010

generation thing

generation x // douglas coupland

kommt selten vor, aber es kommt vor: die wiederentdeckung eines autors. in diesem fall douglas coupland. in den neunziger jahren war er unfreiwilligerweise sprachrohr einer ganzen generation. irgendwann habe ich aufgehört die bücher zu lesen und jetzt habe ich sie glücklicherweise wiederentdeckt.

“generation x” ist immer noch ein sehr gutes buch. es geht um thirty-somethings, die gut ausgebildet sind, wenig verdienen, nicht so recht wissen wohin es im leben gehen soll, die desillusioniert sind und keine lust auf konsum haben:

“Lessness: A philosophy wherby one reconsiles oneself with diminishing expectations of material wealth:  ‘I’ve given up wanting to make a killing  or be a bigshot. I just want to find happiness and maybe open up a little roadside cafe in Idaho.’”

“Less is a possibility”

“Could the situation be that we no longer believe in that particular place? Or maybe we were all promised heaven in our lifetime , and what we ended  up with can’t  help but suffer in comparison.”

“Why work? Simply to buy more stuff? That’s just not enough. ”

“McJob: Low Pay, low prestige, low benefits, low future”

“Our parents had more”

“I’m not a target market”

“After you’re dead and buried and floating around whatever place we go to, what’s going to be your best memory of earth? What one moment for you defines what it’s like to be alive on this planet. What’s your takeaway? Fake yuppie experiences that you had to spend money on, like white water rafting or elephant rides in Thailand don’t count. I want to hear some small moment from your life that proves you’re really alive.”

nach all den jahren ist es lustig “generation x” wieder zu lesen. es hat sich seit erscheinen des buches wahnsinnig viel verändert. internet, technologien und co. mal außen vor gelassen. aber auch gesellschaftliches. früher haben sich scheinbar mehr menschen an konsum und werbung gestört als heute, was ich schade finde. heute wird man einfach fan von marke xy bei facebook oder checkt in foursquare bei shop xy ein (blödes beispiel, aber mir fiel im moment nichts besseres ein). aber zeiten ändern sich ja.

ein anderes buch, was ich von coupland wieder entdeckt habe, ist “life after god”. darin geht es um sinnsuche, liebe, leben, ängste und die ewige frage “was kommt jetzt?”. mir hat “life after god” besser gefallen, als “generation x”, weil es persönlicher geschrieben ist und eine art ratgeber ist.

“when you’re young, you always feel that life hasn’t begun yet - that “life” is always scheduled to begin next week, next month, next  year, after the holidays  - whenever.  but then suddenly you’re old and the scheduled life didn’t arrive. you find yourself asking, “well then, exactly what was it  i was  having - that interlude - the scrambly  madness - all the time  i had before?”

“the radio stations all seemed to be talking about jesus nonstop, and it seemed to be this crazy orgy of projection, with everyone  projecting onto jesus the antidotes to the things that had gone wrong in their own lives. he is love. he is forgiveness. he is compassion. he is a wise career decision. he is a child who loves me.”

“we are changed souls; we don’t look at things the same way anymore. For there was a time when we expected the worst. But then the worst happened, did it not? And so we will never be surprised again.”

weitere empfehlenswerte bücher von coupland sind microserfs, shampoo planet, jpod, girlfriend in a coma und hey nostradamus!.


Jul 28 2010

atome spalten

es schleicht sich still und leise an. erst sind nur ein paar symptome zu erkennen, wie zweifel oder misstrauen – die wahrheit ist meist darunter irgendwo begraben. dann greift es wie eine epidemie um sich und infiziert jeden, der es nicht abschütteln kann. es hat sich seit jahrtausenden in menschlichen gedanken eingenistet und will einfach nicht verschwinden.

das vorurteil.

es gibt tausende beispiele: alle studenten/abiturenten sich klug/schlau, bild-zeitungsleser sind dumm, brillenträger sind schlau (im pol pot und mao regime wurden brillenträger verfolgt und abgeschlachtet, da sie als intelligent und somit als regimekritisch galten), kulturliebhaber sind elitär und arrogant, fußballfans sind proleten (wobei hier dem begriff  “prolet” eine andere bedeutung zugemessen wird und nichts mehr gemein hat mit dem ursprünglichen begriff), metalfans sind tumb etc.

jeder hat vorurteile. das muss im ersten moment nicht unbedingt negativ sein. ohne vorurteile hätte  beispielsweise die aufklärung nie stattfinden können. vorurteile können auch schützen (nachts nie durch den park gehen etc.). ich bin auch nicht vor vorurteilen gefeit. vor ein paar wochen bin ich gestürzt und konnte nicht mehr aufstehen. es sind keine zwei sekunden vergangen, da fragten schon die ersten menschen ob sie einen arzt holen sollen und jemand holte gleich eis zum kühlen von einer eisdiele. ich habe mich maßlos über mich geärgert, denn zuvor dachte ich, niemand würde mir helfen und klischeehafterweise ignorant vorbeilaufen. wie konnte ich sowas nur denken? mein vorurteil hat sich binnen weniger sekunden in luft aufgelöst, was übrigens ein wunderbares gefühl ist.

von albert einstein stammt das zitat, dass ein vorurteil schwerer zu spalten sei, als ein atom. da mag er durchaus recht haben. viele sind in ihrer meinung so festgefahren, sie ist so absolut, dass niemand sie vom gegenteil überzeugen kann. warum eigentlich? vielleicht weil es so einfacher ist. wir menschen denken ja gerne in kategorien und schubladen. wie schwerer ist es da, über sein urteil noch einmal nachzudenken, die gedanken zu richten und eventuell sein urteil zu revidieren. immanuel kant unterschied zwischen vorurteil und vorläufigen urteilen. letzeres sei vorläufig und noch nicht endgültig, während das vorurteil ein vorläufiges urteil sei, dass als ein endgültiges urteil angesehen wird.

“So lange also die Eitelkeit der menschlichen Gemüter noch mächtig sein wird, so lange wird sich das Vorurteil auch erhalten, d.i. es wird niemals aufhören.”

man kann vorurteile habe, aber man sollte über sein urteil reflektieren, seine in stein gemeißelte meinung oder sein urteil überdenken und so das vorurteil überwinden. das ist mit mühe oder arbeit verbunden, aber es lohnt sich immer.

am schluss noch eine buchempfehlung zum thema:

“achtung! vorurteile” vom großartigen peter ustinov


Jul 26 2010

vorfreude

fujisan

via

…ist die schönste freude.


Jul 24 2010

“einfach mal abschalten”

es muss so im oktober oder november vergangenen jahres gewesen sein, als mein altes handy endgültig seinen geist aufgegeben hat. daraufhin habe ich mir ein smartphone, besser gesagt ein blackberry gekauft. damals dachte ich noch, es wäre nicht schlecht ein smartphone zu besitzen. in den ersten wochen war ich sehr oft mit dem handy online. während der busfahrt, an der bushaltestelle, eigentlich fast überall. twitter habe ich auch genutzt, apps installiert und natürlich mails abgerufen. wie praktisch, wenn dauernd das rote lämpchen leuchtet und man weiß, man hat mails bekommen oder wenn ich informiert wurde, wenn neue tweets abgeschickt wurden. am anfang war das ganz großartig. doch etwa nach einem monat habe ich überlegt, “hey stop, brauchst du das überhaupt?”.

nein, ich brauche es nicht. mails können warten, tweets können warten, das internet kann warten. ich muss nicht überall online sein. mittlerweile habe ich alle apps wieder gelöscht – twitter, facebook etc. alles weg. ich bin mit dem smartphone nur noch online, wenn ich unterwegs bin und wissen will wann zug oder bus abfahren. das handy schleppe ich mittlerweile auch nicht mehr mit mir überall herum.

natürlich ist das nur meine subjektive meinung. mag sein, dass andere ohne ein smartphone nicht mehr auskommen, aber das bleibt jedem selbst überlassen und das ist ja auch ok so. ich ärgere mich jedenfalls, dass ich es überhaupt erst angeschafft habe.

das thema on/offline scheint aber auch die medien im sommerloch zu beschäftigen. der spiegel, wirtschaftswoche, nyt sowie der guardian haben darüber berichtet. und auch in blogs ist ein thema. irgendwas muss ja dran sein am offline-sein. das klingt fast so, als ob es ein mythos wäre. eigentlich ist es ja nicht besonders schwer, den stecker zu ziehen.

nur damit keine missverstände aufkommen: ich freue mich zwar, wenn mein handyvertrag ausläuft und bin kein social-media/smartphone fanboi, mag aber ansonsten das internet. ich bin selbst auch gerne online nur nicht länger als unbedingt nötig - das heißt wenn ich unterwegs bin möchte ich offline sein. und keine wertvolle zeit mit twitter-updates oder ähnlichem vergeuden.

und was hat peter lustig schon immer gesagt? - “einfach mal abschalten”. recht hat er.


Jul 22 2010

off.

da ich so weit wie möglich weg will und außerdem einen kulturschock erleben möchte, fliege ich im oktober nach japan. die grobe reise sieht so aus:


Größere Kartenansicht

ein absolutes muss sind kyoto, kamakura, hiroshima, nikko, miyajima, fujisan und tokio. alles andere ist optional.


Jul 14 2010

bulletproof.

seit tagen warte ich auf richtiges laufwetter. entweder war es zu heiß oder zu schwül. heute hat es geregnet, was perfektes laufwetter ist. auch perfekt, um die neuen laufschuhe einzulaufen. zum joggen brauche ich auch ab und zu musik. perfekt hierfür ist bulletproof von morcheeba. ich liebe es, wie der bass und das schlagzeug förmlich explodieren und weiter antreiben. immer weiter.