It is a truth universally acknowledged that a zombie in possession of brains must be in want of more brains
ich fand die romane von jane austen immer etwas langweilig, aber auch etwas lustig - also ganz ok. nichts besonderes. vor ein paar tagen bin ich auf pride and predjudice and zombies aufmerksam geworden und habe es prompt gekauft. das buch erzählt die austen geschichte weiter, in dem ein paar zombies auftauchen und für angst und schrecken sorgen. das ganze ist so unglaublich lustig, eben weil zombies und jane austen auf den ersten blick nicht zusammenpassen. aber sie tun es erstaunlich gut. sogar so gut, dass man sich fragt, wieso jane austen nicht selbst darauf gekommen ist. der autor von der zombie-variante, seth grahame-smith klaut aber nicht einfach, sondern erzählt die geschichte einfach weiter - und nennt austen auch als autorin seines buches.
demnächst erscheint von ihm ein anderes buch. wahrscheinlich ist ebenfalls so schlecht, dass es wieder verdammt gut ist:
abraham lincoln: vampire hunter
übrigens werden beide bücher verfilmt (wen wunderts?). tim burton will sogar abraham lincoln: vampire hunter produzieren und natalie portman soll die titelfigur in pride and predjudice and zombies spielen.
ich fand die zukunft schon immer spannender als die vergangenheit. deshalb mag ich science-fiction auch so sehr. vergangenheit ist schon passiert, da kann man nichts mehr ändern. die zukunft, jedoch ist noch vollkommen offen und kann jederzeit verändert werden. und das ist eine wahnsinnig spannende sache. aber zurück zur science-fiction. die ist auch am spannendsten (oder am schrecklichsten), wenn sie irgendwann realität wird. im falle von orwell oder huxley.
spannend ist auch, was sich ray bradbury 1951 in seiner kurzgeschichte the pedestrian ausgedacht hat. in einer welt, in der “normale” bürger die ganze zeit vor dem fernseher sitzen und ihr haus nur morgens verlassen, macht ein anderer bürger seit langer zeit nachtspaziergänge. er ist verdächtig und wird von der polizei in die psychiatrische anstalt zwangs eingewiesen.
soweit sind wir hier gottseidank noch nicht. aber wann endet die zukunft und wann fängt die realität an?
ella fitzgerald was not only a marvellous jazz singer, but also a fantastic scat singer (as you can hear in the video). this is what jazz is about: improvisation. and ella was an excellent improviser. rumor has it, she started scatting, because she forgot the words…but it really doesn’t matter. it’s just beautiful.
guru’s jazzmatazz // state of clarity
“state of clarity” is the living proof, that jazz and hip-hop are complementing one another. guru founded the band project jazzmatazz in 1993 and released four records so far. i really like the whole concept of the fusion between jazz and hip-hop. and i love the video of “state of clarity”, because fritz the cat plays in it - he’s a pretty cool cat!
skalpel // 1958
skalpel are a polish jazz/electro band and they’re pretty crazy. but i like their music, though it’s sometimes a bit too dark. 1958 is a nice song for days like today…
gestern spätvorstellung: the wolf man. der film ist ein remake des gleichnamigen klassikers von 1941. benicio del toro spielt den wolfmenschen und anthony hopkins den nervigen psychopathischen vater. die geschichte ist schnell erzählt. mann wird von werwolf gebissen. verwandelt sich dann nachts bei vollmond in ein haariges biest, das alles angreift und auffrisst, was ihm vor die schnauze kommt. zwischendrin trifft der mann/werwolf auf eine junge hübsche frau (in diesem fall auf seine schwägerin) und verliebt sich in sie. was natürlich nicht ganz unproblematisch ist.
bei the wolf man und anderen werwolf-filmen geht es natürlich um sex und leidenschaft. wenn der mann seine triebe nicht mehr unterdrücken kann, verwandelt er sich in ein animalisches biest. das war schon bei rotkäppchen so. werwölfe und vampire gehören zusammen wie pech und schwefel. deshalb ist es auch kein zufall, dass nach den vampir-filmen die werwolf-filme folgen.
auch bei vampiren dreht sich alles um sex und triebe. die signalfarbe rot (blut) und der biss/saugen am hals sind wichtige indizien dafür. gut veranschaulicht wird das in der szene von francis ford coppolas bram stoker’s dracula, wo keanu reeves als jonathan harker am boden liegt und monica belucci als vampir an seinen brustwarzen saugt. überhaupt ist bram stoker’s dracula ein sehr sinnlicher film voller sexueller anspielungen.
das absolute gegenteil davon ist twilight. ich muss zugegeben, ich habe weder die bücher noch die filme gesehen. den ersten teil habe ich nicht ganz gesehen, weil er extrem langweilig ist. was ich gesehen habe, hat mir jedoch gereicht. ich kann auch nicht verstehen, warum die romanreihe so erfolgreich ist. vampir trifft auf mädchen. die beiden verlieben sich. es kommt aber nie zum sex. der vampir will sie in den hals beissen, sprich hat lust auf sex, übt sich aber in askese. das mädchen schmeißt sich ihm buchstäblich an den hals und will ihn verführen, was aber nicht so ganz klappt. also soll der biss/sex durch eine hochzeit legitimiert werden.
hier ist sie also wieder, die sittenstrenge und der propagierte triebverzicht. das liegt vielleicht daran, dass die autorin von twilight mormonin ist. aber vampire ohne sex geht halt nicht. den hype um die twilightbücher/filme verstehe ich auch nicht so ganz. aber vielleicht liegt es an den unsicheren zeiten im schatten der krise, dass sich viele nach unsterblicher liebe und schwülstiger romantik sehnen.
das scheint ein kleiner roboter oder sowas in der art meinem gehirn zu sagen. denn ich brauche ständig neuen input. das hat nichts damit zu tun, dass ich mich mit nichts zufrieden gebe. ganz im gegenteil. ich habe auch kein ads oder sonstige psychischen krankheiten. abgesehen von chronischer verpeiltheit und chronischem chaotischsein bin ich kerngesund. mir wird nur schnell langweilig. ich könnte nie ständig musik von einer band oder eines genre hören. das wäre mir viel zu langweilig. genauso ist es mit filmen oder büchern. ich kann mich nicht auf eines beschränken. ich will alles. ich brauche alles. vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich viele interessen habe. ich interessiere mich für jeden scheiß. ich fühle mich manchmal, als ob ich ein vampir oder oder wie ein junkie, der einmal angefixt, nie wieder von dem zeug los kommt. ständig muss ich was aufsaugen. informationen, musik, filme, bücher, themengebiete von a-z, einfach jeden scheiß. das soll jetzt kein pseudo-selbstmitleiderregender und selbstdarstellender eintrag ala “ichbinsotollweilichvieleinteressenhabe” sein. mich stört das sehr. aber was kann man dagegen tun? das gehirn lässt sich ja nicht abschalten und irgendwas im körper schreit immer nach etwas neuem, interessanten. ich frage mich, woher das nur kommt.
wie kommen interessen zu stande? wieso interessiert sich der eine für briefmarken sammeln und der andere für pferdewetten? oder der eine für so gut wie alles und der andere fast nichts? wer oder was ist für interessen verantwortlich – das umfeld? der charakter? gene? entwicklung? zufall? interessen haben ja auch etwas mit dem persönlichen geschmack und der persönlichkeit zu tun. und wie der geschmack zustande kommt oder wieso jemand diesen oder jenen geschmack hat, sind andere, aber ähnlich fragen. damit wären wir auch bei der psychologie und soziologie gelandet, die übrigens auch wahnsinnig interessant sind…
“papillon” isn’t brandnew, the single was released last fall. anyway, the song reminds heavily of the 80s. and depeche mode. i’m neither a fan of depeche mode or 80s music. but fuck it - i think the song’s awesome! i love the beat and the voice fits it perfectly. and the video is kinda cool. guys running around without sweating (sic!??).
nirvana // jesus doesn’t want me for a sunbeam
nirvana will always have a special place in my heart. ugh! sounds pretty kitschy - but nevermind. i grew up with their music and i just love them very much. i know, you know that already - most of their songs are melancholic and somewhat depressing. BUT there’s this fantastic unplugged concert with this cute little song “jesus doesn’t want me for a sunbeam”. it’s a cover from the band the vaselines. and woah - this song always makes me smile. and i like how it sounds like an old sailor song.
the chemical brothers & q-tip // galvanize
when “galvanize” first came out as a single a couple of years ago, i absolutely loathed it. but a couple of weeks ago i re-listened to “push the button” (a great record, btw!) and “galvanize”. now, i really like it! the maroccian sound and q-tip’s voice are just great. i like the roughness of the song. also it would’ve been a perfect film song for movies like ghost dog or la haine.
the great thing about banksy is not his art, though it’s still pretty cool. but his attitude. he doesn’t give a fuck what everybody and the media in particular are expecting from him. he still doesn’t show his face in cameras and that’s a pretty rare thing nowadays. andy warhol’s 15 minutes of fame comes in mind. some filmmaker guy wanted to make a movie about banksy. but he wasn’t interested in it, so he used the footage to make the documentary “exit through the giftshop” about the guy and streetart. i think the concept is very interesting and i’m looking forward to watch it in the theatre. it’s not über-underground, it’s mainstream - but mainstream can be artsy too.
vor genau einem jahr war ich in hamburg. es war eine schöne zeit und so langsam bekomme ich einen hamburg-blues. aber es war auch nicht alles toll. zum beispiel ein gespräch über jazz, worüber ich heute noch lachen muss und mir wahrscheinlich deshalb so gut im gedächtnis geblieben ist.
ort: eine der zahlreichen szenigen sofaloungebars im schanzenviertel. genauer gesagt irgendwo im schulterblatt.
personen: ein kollege und ich.
er: jazz ist ja total doof und langweilig.
_ich: wieso?
er: naja, ich kann mich nicht so in jazz reinfühlen.
_ich: äh, wie meinst du das?
er: da weiß man nie was einen erwartet. bei jazz gibts ja keinen liedaufbau wie beim pop und man kann da ja auch nicht so mitsingen. das ist alles zu verquert. (es folgte ein längerer poptheorie-diskurs.)
_ich: naja…jazz ist halt nicht pop. obwohl es gibt auch popjazz, aber den finde ich wirklich langweilig.
er: ich finds langweilig. da wird die erwartungshaltung nie erfüllt.
_ich: die improvisation beim jazz ist doch gerade das, was jazz ausmacht. also das die erwartungen nie ganz erfüllt werden können. da muss man sich halt überraschen lassen. und das ist doch gerade das, was interessante musik ausmacht. finde ich.
er: nee, ich hasse überraschungen. ich will immer wissen, was mich erwartet. und da ist pop halt am besten.
_ich: hmmmm…..
im hintergrund lief der song aus dirty dancing und er fing an mitzusummen und wollte mich auf die tanzfläche zerren.
_ich: äh, nee lass mal. ist schon spät und morgen muss ich früher in der redaktion sein….
note: never fall for a (straight) nice looking guy with black hornrims and a cord jacket. they’re really boring as hell!
man muss nur oft genug arschfickenfotzescheißekotze oftgenug in einemsatzschreiben undsämtlichedrogendieesgibtaufzählen und schon wird man reich und berühmt.
aber ist das *heute* noch eine provokation? oder eher sterbenslangweilig?
archive are a marvellous london based band - go listen to their debut record “londinium” (it’s a trip hop classic). “fuck u” is a great song, anyway helene hegemann (the author of “axolotl roadkill”) copied the lyrics of “fuck u” and used them in her book. she translated the lyrics into german (you can read it on the last page - it’s supposed to be a letter from mother to daughter). it’s unbelivable. she should give archive credit, where credit is due. but that’s another story…